All Around Aids e. V. Verein zur Unterstützung von Menschen mit HIV und Aids

Selbstdarstellung

 

Wenn Sie …

  • ein Stück von Ihrem verdienten Geld für eine gute Sache abgeben wollen, die Ihnen am Herzen liegt, sollten Sie für etwas spenden, das Ihnen wirklich wichtig ist. Was das ist, können nur Sie selbst wissen. Hier ist die gute Möglichkeit, es herauszufinden!
  • Menschen, die aufgrund Ihrer HIV-Infektion in Not geraten sind, unterstützen wollen.
  • auch der Überzeugung sind, dass Menschen mit HIV und AIDS zu Unrecht stigmatisiert und benachteiligt werden?

… dann sie Sie bei uns richtig!

 

Wer sind wir?

 

Wir sind eine der wenigen Organisationen im Bereich HIV und AIDS, die sich ausschließlich für die Belange von Menschen mit HIV und AIDS einsetzt. Wir betreiben also keine Primärprävention. Wir sind unabhängig vom hauptsächlich primärpräventiv arbeitenden AIDS-Hilfe-System und vom Medizinsystem. Wir sind parteipolitisch unabhängig, aber parteiisch im Interesse der Menschen mit HIV und AIDS.

Der Verein wurde 1996 gegründet, um Spenden für Projekte zu sammeln, die Menschen mit HIV und AIDS unterstützt haben. 1998 hat sich der Verein mit dem Selbsthilfeverein Balance e.V. zusammengeschlossen. Für kurze Zeit gehörte auch das Netzwerk HIV-Dortmund, Verein zur Unterstützung von Menschen mit HIV e.V., welches inzwischen wieder selbstständig ist, zu uns.

 

Was machen wir?

 

Wir versuchen, die Situation von Menschen mit HIV zu verbessern und sie in ihrem Selbstmanagement zu unterstützen.

  • Nach wie vor ist die HIV-Infektion keine Infektionserkrankung, wie andere Erkrankungen. Sie ist seit ihrer Entdeckung aufs Engste verknüpft mit mehrfachen Stigmata.
  • Nach wie vor führt eine HIV-Diagnose zu einer tief greifenden Störung der inneren Balance, der inneren Architektur der Menschen.
  • Nach wie vor werden HIV-Positive in allen Bereichen des gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Lebens aufgrund ihrer HIV-Infektion stigmatisiert, diskriminiert, ausgegrenzt und benachteiligt.
  • Nach wie vor wird durch die Übernahme der gesellschaftlichen Stigmata der Prozess der Integration der Erkrankung in das eigene Ich, in die eigene Biografie, massivst gestört und negativ belastet.

Menschen mit HIV und AIDS sind unter anderem aus diesen Gründen anfälliger für stressbedingte Erkrankungen und deren Folgeerkrankungen.

Aufgrund der relativ geringen Zahl von in der Bundesrepublik lebenden Menschen mit HIV und AIDS, wirken sich Defizite in der gesundheitlichen Versorgung, die bereits für die Allgemeinbevölkerung zu Problemen führen, bei HIV-Positiven besonders eklatant aus. So geben bei einer Befragung der Deutschen AIDS-Hilfe im Jahr 2012 rund 20 % der Befragten an, ihnen sei in den letzten 12 Monaten aufgrund ihrer HIV-Infektionein Gesundheitsdienst verweigert worden. Bereits zuvor durchgeführte Umfragen haben ergeben, dass Menschen mit HIV in Deutschland häufig von Zahnarztpraxen abgewiesen werden. Aber auch Fachärztinnen und Fachärzte, die nur selten HIV-Positive behandeln, reagieren oftmals verunsichert. Als Ablehnungsgründe werden häufig genannt: die Angst vor einer Übertragung der HIV-Infektion, die Angst, keine qualitativ angemessene Behandlung gewährleisten zu können oder sogar, dass die Behandlung von HIV-Positiven dem Ruf der Einrichtung schaden könne. (Quelle --> klicken)

 

Was bieten wir an?

 

Der Verein All Around AIDS e.V. bietet Folgendes an, um diese Defizite auszugleichen:

 

Individuelle Einzelfallhilfe, zur direkten, persönlichen Unterstützungvon Menschen mit HIV und AIDS, die durch die Infektion in Not geraten sind.

 

Stipendien für HIV-spezifische Fachweiterbildung von Krankenpflegekräften in Afrika

In Kooperation mit dem Aktionskreis Ostafrika (www.ako-afrikahilfe.de) unterstützt der Verein mit einem Stipendium die HIV-spezifische Fachweiterbildung von Krankenpflegekräften in Moshi, Tansania.

 

Gesundheitstrainings für Menschen mit HIV und AIDS

Bei der Behandlung von Menschen mit chronischen Erkrankungen, die ja unheilbar sind und mit denen Mensch den Rest seines Lebens leben muss, hat sich gezeigt, dass das Medizinsystem für die Menschen wesentliche Fragen nicht beantworten kann. In den letzten etwa 45 Jahren sind daher Patiententrainingsprogramme/Patientenschulungsprogramme entwickelt worden, um genau diese Lücke zu füllen und den Menschen zu ermöglichen, ein Leben mit der Krankheit zu erlernen oder besser: sich die Macht über ihr eigenes Leben wieder zurückzuerobern.

Das Gesundheitstraining ist ein auf einen Zeitraum von 10 bis 12 Wochen begrenzter, strukturierter Prozess, in welchem Teilnehmende, Gesundheitstrainer/in und Referent(inn)en in einem Gruppensetting mit 10 bis 12 Teilnehmern gemeinsam aktiv werden, um neue Wege im Umgang mit der eigenen HIV-Infektion als chronischer Erkrankung, neue Orientierungsmöglichkeiten und Lösungswege zu erarbeiten. Der gesamte Zeitrahmen umfasst ca. 46 Zeitstunden. Um Berufstätigen die Teilnahme zu ermöglichen, finden die Trainings an 1 bis 3 Abenden und 6 bis 8 Samstagen (ganztägig) an einem neutralen Ort statt.

6 bzw. 12 Monate nach Ende findet ein sogenanntes „Nachhaltigkeitstreffen" statt. Es dient der Reflexion, der Vertiefung des Erreichten und soll das bisher erreichte und den weiteren individuellen Prozess stabilisieren.

Bei Bedarf werden Abendveranstaltungen für serodiskordante Partner/innen angeboten.

Das Curriculum umfasst im Allgemeinen bio-medizinisches Grundlagenwissen, „Bilder“ der HIV-Infektion und Deutungsmuster, antiretrovirale Therapie, Umgang mit Nebenwirkungen, Gesundheitsförderung, Früherkennung, Impfungen, rechtliche Aspekte der HIV-Infektion, Sexualität und Partnerschaft.

Seit etwa 10 Jahren existiert das Gesundheitstraining für Menschen mit HIV und AIDS, als ein von HIV-positiven und –negativen (medizinisch/wissenschaftlichen) Fachleuten und Laien zusammen erarbeitetes Patientenschulungskonzept für Menschen mit HIV und AIDS.

Derzeit werden Gesundheitstrainings in Kooperation mit der HIV-Ambulanz der Uniklinik Magdeburg in Sachsen-Anhalt angeboten. In der Planung ist, in Dortmund beginnend, die Gesundheitstrainings auch in NRW anzubieten.

Das Gesundheitstraining finanziert sich durch Teilnehmerbeiträge, Spenden- und Sponsoringmittel.

www.hiv-gesundheitstraining.de

 

 

HIV-ART ist ein Kunsttherapie Projekt im Ruhrgebiet, dass HIV-Infizierten seit 1999 die Möglichkeit bietet in einem geschützten Rahmen, sich der Herausforderung zu stellen, ihr inneres Erleben nonverbal auszudrücken.

Kunsttherapie ist handlungs- und ressourcenorientiert, dass bedeutet der Patient wird selbst aktiv und fühlt sich dem weiteren Leben, in dessen Fokus bewusst oder unbewusst die HIV-Infektion steht, nicht mehr ohnmächtig ausgeliefert. Er erhält in der Kunsttherapie die Handhabe seine Ressourcen zu ermitteln und daraus Kraft zum Annehmen und Aushalten der Erkrankung, aber auch Quellen zu erschließen, um aus ihnen neue Lebensenergie und Lebenskraft zu schöpfen.

HIV-ART bietet den Betroffenen:

•             Kunsttherapie alle 14 Tage

•             Die Settings dauern 2 Stunden

•             Die Gruppe besteht aus maximal 8 Teilnehmer

•             Die Teilnehmer kommen aus dem gesamten Ruhrgebiet

•             Arbeitsmaterialien werden gestellt

•             Vorkenntnisse sind nicht erforderlich

 

Ziele von HIV-ART

•             Verbesserung der Lebensqualität

•             positives Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen

•             Steigerung der Selbstkompetenz

•             psychosoziale Stabilisierung

•             Etablierung von Kunsttherapie bei der Behandlung von HIV und AIDS

 

Das Projekt engagiert sich durch Ausstellungen der entstandenen Werke für Solidarität für Menschen mit HIV und AIDS und deren Angehörigen.

HIV-ART finanziert sich durch Teilnehmergebühren und Spendenmittel.

www.hiv-art.de

 

Wie finanzieren wir uns?

 

Wir finanzieren unsere Angebote durch Mitgliedsbeiträge, Spenden von Privatpersonen, Spenden von Firmen, Spenden aus der schwul-lesbischen Community und Sponsoring durch pharmazeutische Hersteller.

 

Wie kann ich mitarbeiten?

 

Unsere gesamte Vereinsarbeit geschieht ausnahmslos ehrenamtlich. Menschen mit Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit in All Around AIDS e. V. wenden sich bitte an die Vorstandsmitglieder.

 

Die Spendenbereitschaft ist auch in unserer Region deutlich zurückgegangen. Um unsere Arbeit künftig fortführen zu können, benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung!